Bandscheibenoperation endoskopisch oder mikrochirurgisch

Das ursprünglich für „Schlüsselloch-OPs“ an den Gelenken (Arthroskopien) entwickelte Verfahren der Operation mit Hilfe einer Minikamera und Mikroinstrumenten kann auch zur Entfernung von Bandscheibenmaterial genutzt werden, das eine Nervenreizung verursacht.

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Bei der endoskopischen Bandscheibenoperation wird über einen kleinen Einschnitt ein kleines Metallröhrchen unter Röntgenkontrolle an die Bandscheibe herangeführt. So lassen sich Mikroinstrumente wie kleine Fasszangen und eine Minikamera mit Lichtquelle in den Bandscheibenraum und in den Rückenmarkskanal einführen. Die Bilder der Kamera werden auf einen großen Bildschirm übertragen. Mit den Mikroinstrumenten kann nun das Bandscheibenmaterial, das eine Nervenreizung verursacht, gezielt abgetragen werden. Der große Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass es in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlafnarkose ausgeführt werden kann. Der Patient kann jederzeit mit dem Operateur kommunizieren, eine Nervenverletzung ist daher bei diesem Verfahren extrem selten.

Bereits einige Stunden nach der „Schlüsselloch-OP“ kann der Patient wieder aufstehen und 2 bis 3 Tage später die Klinik verlassen. Die physiotherapeutische Nachbehandlung kann am Tag nach der OP beginnen.

 

 

 

 

Die mikrochirurgische Bandscheibenoperation ist als weiteres Operationsverfahren bei Bandscheibenvorfällen ebenfalls sehr gewebeschonend. Sie wird in Vollnarkose durchgeführt, die Sicht in das Operationsgebiet erfolgt durch ein Mikroskop, so dass auch bei diesem Verfahren Mikroinstrumente zum Einsatz kommen. Auch bei dieser Operation werden die Bandscheibenanteile entfernt die den Nerven gereizt haben.

In den meisten Fällen können die Patienten am Abend des Operationstages aufstehen und beginnen mit der physiotherapeutischen Nachbehandlung am Tag nach der OP. Der Klinikaufenthalt dauert in der Regel nur 5-7 Tage.

Neben der endoskopischen und der mikrochirurgischen Bandscheibenoperation bieten wir mit der Nukleoplastie und der Disc-Fx-Op zwei ambulante minimal-invasive Verfahren zur Behandlung von bandscheibenbedingten Schmerzen und Beschwerden an.

Die Praxisklinik Zähringen Orthopädie/Unfallchirurgie ist mit ihrem Wirbelsäulenzentrum führend auf dem Gebiet der „Schlüsselloch-OPs“ an der Wirbelsäule. Dr. Achim Lüth wird weltweit zu Vorträgen und „Live-Operationen“ eingeladen, um ärztlichen Kollegen die neuen Techniken zu demonstrieren und sie zu schulen. Dank diesem internationalen Austausch ist das Ärzteteam der Praxisklinik Zähringen Orthopädie/Unfallchirurgie stets auf dem neuesten Stand in der dynamischen Entwicklung besonders schonender OP-Verfahren.