Hüftkopfnekrose

Bei der Hüftkopfnekrose kommt es zu einen teilweisen Absterben des Knochengewebes im Oberschenkelkopf. Als Ursache geht man von einer Durchblutungsstörung im betroffenen Knochenareal aus. Hüftkopfnekrosen treten häufiger bei Diabetis mellitus (Zuckerkrankheit) oder vermehrtem Alkoholkonsum auf. Als weiterer Auslöser kommen auch Verletzungen am Hüfgelenk vor, z. B. nach Abscherung des Hüftkopfes bei traumatischer Luxation der Hüfte.

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Die Hüftkopfnekrose beginnt mit Schmerzen der erkrankten Hüfte bei gleichzeitig eingeschränkter Beweglichkeit. Vor allem die Innendrehung und die Streckung im Gelenk sind gehemmt. Im klassischen Röntgenbild finden sich in diesem Stadium meist noch keine Hinweise auf eine Gewebeveränderung, in der Kernspinnaufnahme (MRT) lässt sich bereits erkranktes Knochenmaterial erkennen. Mit weiterem Fortschreiten der Erkrankung zeigen sich Veränderungen im noch durchbluteten Teil des Knochens, dieser versucht die absterbenden Anteile abzuschotten. Im Endstadium bricht der abgestorbene Anteil des Hüftkopfes zusammen. Eine Belastung der betroffenen Hüfte ist dann kaum noch möglich. Die Entwicklung einer Hüftkopfnekrose erstreckt sich häufig über mehrere Jahre, wird jedoch oft sehr spät erkannt. Eine Sonderform der Hüftkopfnekrose die Coxarthrose destructive rapide (CDR) zeichnet sich durch einen Verlauf innerhalb von einigen Monaten aus. In frühen Stadien der Erkrankung kann die Durchblutung in den betroffenen Knochenarealen durch eine operative Behandlung wieder angeregt werden. Dabei wird der Hüftkopf durch einen kleinen Hautschnitt mit kleinen Drähten „angebohrt“. Das solchermaßen stimulierte Knochengewebe reagiert mit vermehrter Durchblutung auf diese Behandlung. In weiter fortgeschritteneren Stadien kommt der Ersatz des betroffenen Gelenks durch eine Hüftendoprothese (TEP) in Frage, um einen schmerzfreie, vollständige Beweglichkeit wieder herzustellen.