Bildgebende Verfahren

Je nachdem welche Strukturen des Bewegungsapparates als Ursache von Schmerzen und Beschwerden in Frage kommen, steht die Frage nach Veränderungen an diesen Strukturen im Raum. Liegt ein Gelenkverschleiß mit Verminderung der Knorpelhöhe vor, ist ein Knochen gebrochen, welches Ausmaß hat eine Entzündung an einem Gelenk und viele ähnliche Fragen beschäftigen uns täglich.

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Je nach Ihren biophysikalsischen Eigenschaften lassen sich die Strukturen des Bewegungsapparates durch verschiedene bildgebende Verfahren in zwei- oder manchmal sogar dreidimensionalen Aufnahmen darstellen.

Knöcherne Strukturen absorbieren Röntgenstrahlen und können daher durch digitale Röntgenaufnahmen oder eine Computertomographie dargestellt werden. Knochenverletzungen oder Veränderungen in der Knochenstellung können mittels Röntgenaufnahme untersucht werden. Aber auch Gewebe, die selbst nicht auf der Röntgenaufnahme sichtbar sind, können durch diese Untersuchungsmethode beurteilt werden. So zeigt sich zum Beispiel ein Knorpelschwund bei Gelenkverschleiß (Arthrose) durch einen verkleinerten Gelenkspalt.

Zur Messung der Knochendichte und zur Bestimmung des Skelettalters kann die digitale Röntgenaufnahme ebenfalls herangezogen werden.

Für die Darstellung von Weichteilen wie Muskeln, Sehen, Bändern, Rückenmark und Nerven ist die Kernspintomographie bestens geeignet. In der Kombination von Aufnahmen mit und ohne Kontrastmittel kann die Kernspintomographie neben der bildlichen Information über die Form von Organen und Geweben auch Erkrankungsvorgänge wie Entzündungen darstellen. Einer der großen Vorteile dieses Bildgebenden Verfahren liegt, darin dass kein schädigende Strahlung mit der Untersuchung verbunden ist.

Auf der Basis harmloser Schallwellen untersuchen wir mit der Sonographie, der Ultraschalluntersuchung, ebenfalls Weichteile, wie Sehen, Muskeln und Bänder. Weil die Ultraschalluntersuchung keinerlei schädigende Nebenwirkungen hat, ist sie auch das Bildgebende Verfahren der ersten Wahl bei Säuglingen und Kindern. Kalkablagerung im Gewebe wie sie in der Schulter, der Achillessehne oder der Fußsohle bei Fersensporn vorkommen, können ebenfalls durch Ultraschalluntersuchungen sichtbar gemacht werden.

Im Unterschied zur statischen Röntgenaufnahme, können mit Hilfe der Durchleuchtung auch Bewegungsabläufe dargestellt werden. Darüber hinaus ist die Durchleuchtungskamera in der Lage Röntgenbilder in kurzem Abstand hintereinander zur erzeugen, sei es aus der gleichen oder aus wechselnden Positionen. Diesen Umstand nutzen wir bei der Durchleuchtungskontrolle bei wirbelsäulenahen Injektionen zur Kontrolle der Position der Injektionsnadel. Auch bei der Diskographie, der Kontrastmitteldarstellung der Bandscheibe kommt die Durchleuchtungskamera zum Einsatz.

Die Druckbelastung der Fußsohle messen wir mit einem 3-D-Scanverfahren und werten die Messungen computergestützt aus. Mit diesem räumlichen Bildgebenden Verfahren können wir Fehlstellungen an den Füßen einerseits genau vermessen und andereseits auf der Grundlage dieser Daten, gezielt individuell angepasste Einlagen planen, die wiederum in einem computergestützten Verfahren, dem CNC-Fräsen erstellt werden.