BVOU-Aktion für unsere Patienten:
Schreiben Sie Ihrem Abgeordneten zum GKV-BSSG!
https://link.bvou.net/BSSG-pat
Bitte unterstützen Sie uns und schicken folgenden vorgefertigten Brief an Ihren Abgeordneten.
Über den Link https://link.bvou.net/BSSG-pat können Sie Ihre Abgeordneten finden und den Brief direkt per E-Mail versenden.
Sehr geehrte Abgeordnete,
als Bürger in Ihrem Wahlkreis möchte ich Sie auf die konkreten Auswirkungen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf meine ambulante Versorgung beim Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und anderen Fachärzten aufmerksam machen.
Ich finde es sehr wichtig, dass die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung stabil gehalten werden. Die vorgesehenen Maßnahmen im GKV-Spargesetz führen jedoch dazu, dass ärztliche Leistungen und die medizinische Versorgung in unserem Landkreis massiv eingeschränkt werden.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat berechnet, das insgesamt 46 Millionen Behandlungsfälle weniger angeboten werden sollen. Für Orthopädie und Unfallchirurgie bedeutet das 3 – 5 Millionen Behandlungen weniger. Mein Orthopäde wird in jedem Quartal mindestens 200 Patientinnen und Patienten weniger behandeln als bisher, im Jahr vielleicht sogar 1.000 Patienten weniger.
Für meine praktische Versorgung bedeutet dies:
längere Wartezeiten
Einschränkungen bei diagnostischen und therapeutischen Leistungen sowie
weniger ambulante Eingriffe und vielleicht häufigere Krankenhausbesuche.
Wird das nicht am Ende viel teurer, wenn ich häufiger ins Krankenhaus oder in die Notaufnahme muß?
Was ich außerdem nicht verstehe ist, warum wir als Kassenpatienten seit Jahren eine Vielzahl versicherungsfremder Leistungen mitfinanzieren. Hierbei handelt es sich um gesellschaftlich sinnvolle Aufgaben wie die beitragsfreie Familienversicherung oder die vollumfängliche Gesundheitsversorgung für Bürgergeldempfänger. Diese werden heute nur zu einem geringen Teil aus Steuermitteln und ganz überwiegend aus unseren Beiträgen der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert. Diese Kosten sollte der Staat vollständig übernehmen, denn er ist es auch, der diese Sozialmaßnahmen verspricht.
Würden diese Leistungen konsequent über Steuermittel finanziert, bestünde der aktuelle Finanzdruck im Gesundheitssystem überhaupt nicht – und damit auch nicht die Notwendigkeit von Leistungskürzungen in der medizinischen Versorgung.
Ich möchte Sie daher bitten:
sich für eine transparente und vollständige Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Steuermitteln einzusetzen,
die Auswirkungen der aktuellen Gesetzgebung auf die ambulante fachärztliche Versorgung kritisch zu prüfen sowie
den direkten Austausch mit Leistungserbringern und Patienten vor Ort zu suchen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen